Unerfreulich verlief der Auftakt zur zweiten Runde der Einkommensrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und unerfreulich endeten die Gespräche auch. TdL-Verhandlungsführer Hartmut Möllring äußerte unmittelbar vor Beginn der 2. Verhandlungsrunde: "Die Gewerkschaften müssen von ihren völlig überzogenen Forderungen runter. Dann können wir über vernünftige Zahlen reden." Das war eine Kampfansage in Richtung der Beschäftigten im Länderbereich. "Wir haben drei Verhandlungsrunden vereinbart", so dbb-Verhandlungsführer Frank Stöhr, "und jetzt am Ende der 2. Runde ist festzustellen, wir sind noch meilenweit von einem vernünftigen Kompromiss entfernt."
Stöhr weiter: "Das liegt nicht allein an der Komplexität der Fakten, sondern daran, dass die TdL sich in materiell relevanten Fragen nicht bewegt." Als Konsequenz dieses enttäuschenden Verhandlungsverlaufs ruft die dbb tarifunion für die Zeit ab dem 26. Februar 2011 bundesweit zu Warnstreiks auf.
Der dbb ruft auch in Mecklenburg-Vorpommern zu Warnstreiks, Demonstrationen und Protestkundgebungen auf!
Stand der Verhandlungen:
TARIFVERHANDLUNGEN ÖFFENTLICHER DIENST ERNEUT VERTAGT -
STÖHR: „BESCHÄFTIGTE SIND VERÄRGERT“ – BUNDESWEITE WARNSTREIKS ANGEKÜNDIGT
Nachdem auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die
Landesbeschäftigten am 25. Februar 2011 in Potsdam ergebnislos vertagt
worden ist, hat der 1. Vorsitzende der dbb tarifunion und
dbb-Verhandlungsführer Frank Stöhr die Blockadehaltung der Arbeitgeber
kritisiert und die Forderungen der Beschäftigten bekräftigt.
„Die Arbeitgeber sollen aufhören, Warteschleifen zu fliegen und endlich ein
verhandlungsfähiges Angebot vorlegen“, forderte Stöhr. „Die Kolleginnen und
Kollegen werden diese Missachtung ihrer Arbeit nicht hinnehmen und ihre
Verärgerung jetzt mit bundesweiten Protesten Luft machen“, erklärte der dbb
Verhandlungsführer. Bis zur dritten Verhandlungsrunde am 9. März werde es
eine ganze Reihe von Warnstreiks, Demonstrationen und Protestkundgebungen
der Landesbeschäftigten geben.
Zugleich bekräftigte Stöhr den gewerkschaftlichen Willen, zügig zu einer
Einigung zu kommen. „Unsere Forderungen liegen seit Mitte Dezember 2010 auf
dem Tisch. Da sollte es nun wirklich an der Zeit sein für eine positive
Positionierung der TdL. Wir stehen sehr wohl mit beiden Beinen auf dem Boden
der Realität, Herr Möllring“, sagte Stöhr an die Adresse des
Verhandlungsführers der Arbeitgeber gerichtet. „Der ständige Verweis auf
klamme öffentliche Kassen bringt uns nicht weiter, denn auch die
Haushaltslage der Kolleginnen und Kollegen ist inzwischen sehr angespannt.
Die Bezahlung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder ist in den
vergangenen Jahren um über acht Prozent im Vergleich zum
Einkommensdurchschnitt zurückgefallen. Das sind reale Einkommensverluste.“
Die dbb tarifunion fordert für die Beschäftigten der Länder – bei einer
Laufzeit von 14 Monaten - einen Sockelbetrag von 50 Euro und eine Anhebung
der Tabellenentgelte um 3 Prozent. Der materielle Gehalt der Tarifeinigung
muss zeit- und inhaltsgleich auf den Beamtenbereich übertragen werden.
Aktuelle Informationen auf der Seite der dbb-Geschäftsstelle MV
Weitere wichtige Informationen:
Info Mail zur Einkommensrunde 2011
Hinweise zum Streik
Kurzinfo_Rechte_im_Arbeitskampf